Ist Robert Keohane gerade unbemerkt ein Neo-Gramscianer geworden?

In seinem Blogeintrag widmet sich Matthew Stephen der Frage, ob Robert Keohane kĂŒrzlich einen wissenschaftstheoretischen Wandel vollzogen hat. Keohane, der Anfang der 80er Jahre mit dem liberalen Institutionalismus eine neue Leseart der internationalen Beziehungen vorschlug, scheint seit den letzten US- PrĂ€sidentschaftswahlen (endlich) die MachtverhĂ€ltnisse, Ungleichheiten und Risiken der Globalisierung zu berĂŒcksichtigen. Nach Stephen lĂ€sst dies Keohane beinahe als „neo-Gramscianer“ erscheinen.

Die komplette englischsprachige Version des Beitrags finden Sie hier.

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Der Aufstieg der Killerroboter: Sollten uns Maschinen töten dĂŒrfen?

© 2015 Russell Christian for Human Rights Watch

In seinem Blogbeitrag thematisiert Sassan Gholiagha die Besonderheiten von tödlichen autonomen Waffensystemen – so genannten Killerrobotern – sowie die mit ihrer Anwendung einhergehenden Problematiken. Im Unterschied zu den ohnehin schon kontrovers diskutierten DrohneneinsĂ€tzen, können tödliche autonome Waffen beliebige von Menschen bestimmte Ziele selbststĂ€ndig ausfindig machen und eliminieren.

Diese „Lizenz zum Töten“, so argumentiert Gholiagha, stellt die Weltgemeinschaft vor drei generelle Probleme: 1) die Anwendbarkeit des Kriegsrecht und die Bedeutung der Abwesenheit von Emotionen, 2) die Frage nach der Verantwortung autonomer Waffensysteme und schließlich 3) den Effekt der Entmenschlichung.

Die komplette englischsprachige Version des Beitrags finden Sie hier.

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Interview: Kenneth Abbott ĂŒber seine IB-Forschung und das Leben in Berlin

In der zweiten Episode unserer Interviewreihe spricht Lynda Iroulo mit Kenneth W. Abbott, derzeit Gastwissenschaftler am WZB und Professor fĂŒr Recht an der Arizona State University in Phoenix. In ihrem GesprĂ€ch geht es um die Forschungsprojekte, in die Professor Abbott wĂ€hrend seiner Zeit am WZB involviert ist und speziell um seine Forschung zum Gouverneurs-Dilemma in den Internationalen Beziehungen, sowie um das Leben und Arbeiten in Berlin.

Eine gekĂŒrzte, schriftliche Version des Interviews, sowie das gesamte Interview als Audiodatei (beides auf Englisch) finden Sie hier.

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My Fury about Trump’s Fire

Photo by Jason Rosewell on Unsplash

Kurz vor Weihnachten schickte ich die korrigierten Druckfahnen fĂŒr mein neues Buch zurĂŒck an den Verlag. Mein englischer Lektor witzelte darauf hin, dass wir das Buch unbedingt an Donald Trump schicken sollten, damit er es liest. Angesichts der gerade bekannt gewordenen tĂ€glichen Leseleistungen des amerikanischen PrĂ€sidenten errechnete ich sofort, dass er unter BerĂŒcksichtigung der Sommerpausen voraussichtlich kurz vor Weihnachten 2019 fertig sein mĂŒsste. Doch als ich kurz darauf die National Security Strategy der Vereinigten Staaten von Amerika (NSS) mit dem Vorwort des PrĂ€sidenten sah,  hegte ich den Verdacht, dass er zumindest das erste Kapitel meines Buchs bereits gelesen hat.

Dieses erste Kapitel handelt ĂŒber die normative Grundierung des globalen politischen Systems. Demnach kann dann von einem globalen politischen System gesprochen werden, wenn drei Bedingungen erfĂŒllt sind. Continue reading “My Fury about Trump’s Fire”

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Interview: Michael ZĂŒrn ĂŒber Global Governance und “Orders Beyond Borders”

In der ersten Folge unserer neuen Interviewreihe spricht Lynda Iroulo mit dem Direktor der Abteilung Global Governance am WZB und Professor fĂŒr Internationale Beziehungen an der Freien UniversitĂ€t Berlin – Michael ZĂŒrn. Dabei geht es um unseren neuen Blog, Populismus und internationale Beziehungen – und wir finden heraus mit welchem politischen Theoretiker Michael gerne Abendessen gehen wĂŒrde.

Eine gekĂŒrzte und ins Deutsche ĂŒbersetzte Version des Interviews finden Sie weiter unten oder Sie hören sich das gesamte Interview (auf Englisch) hier an:

Iroulo: Können Sie kurz die Abteilung Global Governance und den Blog vorstellen?

ZĂŒrn: Die Forscher*innen unserer Abteilung arbeiten hauptsĂ€chlich zu internationalen Institutionen. Wie funktionieren diese? Welchen Einfluss haben sie auf die Weltpolitik und wie kooperieren diese Institutionen im System, das wir Global Governance nennen? Aber auch die Theorien internationaler Politik interessieren uns. Wir sind eine lebendige und bunte Gruppe aus rund 25 Mitarbeiter*innen – Doktorand*innen, Postdocs, Forschungsassistent*innen und mir.

Continue reading “Interview: Michael ZĂŒrn ĂŒber Global Governance und “Orders Beyond Borders””

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